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Chronik des Jugendzentrums bis 1973 Das Gasthaus zum "Rößle" wird im Rahmen der Dorfsanierung von der Teilnehmergesellschaft aufgekauft und soll abgerissen werden. Die Pächter, Familie Zahn, die das Rössle einige Jahre bewohnt und bewirtschaftet hatten, müssen ausziehen. 1973-1974 Das Gebäude steht ungefähr ein Jahr lang leer. Ende 1974 Fünf Mädchen haben die Idee zu einem Jugendzentrum und bekunden gemeinsam mit anderen Jugendlichen und ihren Eltern Interesse. Fürsprecher dieser Idee wird Dr. Werner Oesterle. Das Gebäude "Rößle" scheint ideal dafür geeignet zu sein. Mit der Teilnehmergemeinschaft wird eine Vereinbahrung getroffen, daß die ehemalige Gaststube (heutiger Clubraum) als Jugendraum dienen soll, befristet bis zum Abbruch des Hauses. Daraufhin wird dieser Raum durch verschiedene Renovierungsarbeiten zum Jugendtreff umfunktioniert. 1975 10.2. Am Rosenmontag wird das Jugendzentrum offiziell eingeweiht und für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. 29.8. Das Jugendzentrum entwickelt eine Hausordnung bzw. stellt eine Satzung auf. 16.11. Der "Verein zur Förderung der Jugendpflege in Mehrstetten" wird ins Leben gerufen. Dieser "Förderverein" hat sich zur Aufgabe gemacht, die Interessen der Jugendlichen nach Außen hin zu vertreten. Außerdem will er möglichst viele Mitglieder gewinnen, um das Gebäude vor dem Abriß zu bewahren. 1976 Der Abbruch steht bevor. Alle zur Verfügung stehenden Kräfte werden aktiviert. Es werden Verhandlungen mit den Behörden geführt ; dabei stehen den Jugendlichen Bürgermeister Joachim Kunz und Werner Oesterle zur Seite. Laut dem Beschluß der Jugendzentrumsvollversammlung soll einem Abbruch mit allen Mitteln entgegengetreten werden. Es wird ein Kauf des Gebäudes in Erwägung gezogen. Einige wollen das "Rößle" sogar besetzen. Politiker aller Parteien werden auf die Situation aufmerksam gemacht und um Unterstützung gebeten. Die Umbauarbeiten laufen trotzdem auf vollen Touren weiter. Bei allen diesen Arbeiten, bei denen sich besonders der Erhalt des Saales als kompliziertes Problem entpuppt, hilft Kurt Mettang mit handwerklichem Rat und vollem Einsatz jahrelang mit. Herr Lucy zieht mit seinem Schachclub vom Rathaus ins Jugendzentrum in einen Raum (jetztiger Bluesclub) im 1.OG am 25.9. Der Saal wird mit der Gruppe "Rush Hour" zum ersten Mal eingeweiht. 1977 Sep. Das Zentrum veranstaltet seine erste Hockete auf dem Marktplatz. Die Vollversammlung stellt einen Katalog mit den Argumenten für und gegen das Jugendzentrum auf. 1978 Der Gemeinderat stimmt dem Erhalt des "Rößles" zu. Die Foto-AG wird unter der Leitung von Hans Pöschko gegründet. Später übernimmt dieses Amt Olaf Neils und engagiert sich viele Jahre lang. Das Jugendzentrum muß sich gegen eine Gaststättenkonzession verteidigen und wird dabei zum Präzidenzfall. Urteil: Jugendzentren sind keine Gaststätten. 1979 Nach langen Verhandlungen und finanziellen Umschichtungen in den Ministerien ist das Hauptziel erreicht: Das Gebäude "Rößle" bleibt erhalten und wird als Jugendzentrum genutzt. Als Bedingung verlangen die Behörden eine 10-jährige Öffnung des Hauses für die Allgemeinheit und die Verbesserung der Bausubstanz. Die erste Bedingung kann mit dem Abschluß eines 10-jährigen Mietvertrages mit der Gemeinde (,der das Haus übrigends geschenkt wurde) erfüllt werden. Die zweite Bedingung wird zur großen Aufgabe der nächsten Monate. Mit einem Aufwand von 80.000 € wird das Gebäude größtenteils von den Jugendlichen und mit Unterstützung der Erwachsenen selbst renoviert. Der Förderverein nimmt ein riesiges Darlehen auf, für das viele der Eltern und andere Privatpersonen die Bürgschaft übernehmen. 1980 Mai Der neu gegründete Motorrad-Club schließt die Ausbauarbeiten im Raum der ehemaligen Töpfer-AG ab. 22.11. Mit einer großen Einweihungsparty im Saal werden die abgeschlossenen Renovierungsarbeiten gefeiert. 1981 14.3. Der eben erst neu eingerichtete Motorradclub wird in einer Blitzaktion von ca. 40 auswärtigen Rockern total verwüstet. 1984 Der Motorradclub führt das Filmfestival ein. Der Mietvertrag mit der Gemeinde wird nach 5-jähriger Laufzeit um 10 Jahre verlängert. 1985 Inzwischen bilden 7 Arbeitsgruppen die Basis für den Fortbestand des Zentrums und der Jugendarbeit in Mehrstetten. Es sind dies: der Clubraum, der Motorradclub, der Seniorenraum, der Schachclub, die Initiative für Frieden und Umwelt, die Foto-AG und die Saal-AG 1986 Das Jugendzentrum erweitert die Hockete um einen Abend. Am Freitag wird eine Filmnacht angeboten. 1987 21.2. Das Jugendzentrum trauert um Dr.Werner Oesterle. Der Jugendclub bietet ein Ferienprogramm für Schüler an. 1988 Das Zentrum nimmt mit einem Festwagen am Umzug des Kreismusikfestes teil. Im Zentrum findet eine Veranstaltung zur Volkszählung statt, die eine Diskussion über politische Arbeit im Zentrum generell auslöst. Die Idee, auf eine Regenwasser-Spülanlage umzusatteln, soll in die Tat umgesetzt werden. Das Jugendzentrum und die Gemeinde, unter Leitung des Bürgermeisters Rudolf Ott, machen sich erste Gedanken um die Dachrenovierung des Zentrums. 1989 Die Verhandlungen zwischen Gemeinde und Förderverein um die Dachrenovierung werden fortgesetzt. Die Renovierung kommt jedoch wegen einigen Mißverständnissen nicht zustande. Die Gemeinde kündigt den Mietvertrag auf 1990 In der Vollversammlung wird beschlossen, sich ganz auf die Jugendarbeit zu konzentrieren, um bei neuen Mietvertragsverhandlungen eine inhaltliche Arbeit nachweisen zu können. April-Dez Eine Gruppe Jugendlicher baut in Eigenregie den Clubraum aus. April Der plötzliche Unfall-Tod des neu gewählten Kassiers Frank Schmauder erschüttert die Jugendlichen. Das Jugendzentrum fährt zum Jugendaustausch 4 Tage nach Ruhla in Thüringen. 1991 Der Jugendclub Ruhla stattet dem Jugendzentrum einen Gegenbesuch ab. Im Zentrum wird ein Büro eingebaut und ein Computer gekauft. 1992 Der Saal wird in vielen Arbeitsstunden und mit viel Mühe erneut renoviert. Die Einweihung des Saals wird mit einem "Tag der offenen Tür" verbunden. Der Seniorenraum löst sich auf. Eine Gruppe Mädchen richtet sich in diesem Raum ein. 1993 Aus der IFU (Initiative für Frieden und Umwelt) geht der Bluesclub hervor. 1.3. Das Jugendzentrum trauert um seinen Unterstützer und langjährigen Kassier Kurt Mettang. 11.11. Das Jugendzentrum geht auf die Gemeinde zu, um über einen neuen Mietvertrag zu diskutieren. Der "Mädchenraum" wird mangels Interesse einer anderen Gruppierung überlassen. 1994 Der Mietvertrag, der am Jahresende auslaufen sollte, wird bis1999 verlängert. Der Clubraum wird an die nächstjüngere Generation übergeben. Der Seniorenraum wechselt nochmals seine "Besitzer". 1995 Das Jugendzentrum kann auf 20 Jahre erfolgreiches Bestehen zurückblicken. Aug. Die Renovierung der forderen Fassadenfront wird in Angriff genommen. Im Rahmen des vom Ministerium "Ländlicher Raum" ausgeschriebenen Wettbewerbs "Unser Dorf soll schöner werden" bekommt das Jugendzentrum einen Sonderpreis für besonderen sozialen und kulturellen Einsatz. 1996 Okt. Die Renovierung der Fassade wird abgeschlossen. 1997 Die Renovierung der Giebelfront wird in Angriff genommen. Am 27.4. veranstaltet das JuZe einen "Tag der offenen Tür." Der Clubraum veranstaltet sein erstes Hobby-Fußballturnier. 1998 Im Seniorenraum gründet sich der VfB Fan Club "Hochalb Hoppers", im März wird er vom VfB als offizieller Fan Club anerkannt. Das JuZe gewinnt den 1. Preis beim Wettbewerb des Landkreises "Wir schützen unsere Umwelt." Damit wird die jahrelange Arbeit im Bereich des Umweltschutzes sowie die Installation der Solaranlage gewürdigt. Das JuZe beteiligt sich mit einem Festwagen unter dem Motto "Jugendzentrum Mehrstetten, das höchste auf der Alb!" am Festzug anläßlich des Musikkapellen Jubiläums. 1999 Der Fan Club übernimmt den Seniorenraum. Die Renovierung der Gibelfront wird endlich abgeschloßen. Im August wird mit der Renovierung des Saalbodens begonnen, der alte Boden wird komplett entfernt, Estrich gelegt, ein neuer Parkettboden verlegt und ein Gewölbekeller frei gelegt. In der Rekordzeit von vier Monaten wird die Renovierung abgeschlossen und mit dem Weihnachtskonzert der neue Saalboden eingeweiht. 2000 Am 30. April wird der neue Gewölbekeller
eingeweiht.
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